Vorbereitung zur Sachkundeprüfung gem. §34a

Dauer: 120UE

Wir bieten Ihnen für sämtliche Prüfungsgebiete der Sachkundeprüfung in ausreichendem Umfang Lernmaterial und Testfragen. Darüber hinaus erhalten die Nutzer wertvolle Informationen über den Prüfungsablauf.

  1. Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
    Hier lernt der Teilnehmer z.B. die Unterschiede von Rechten privater Sicherheitsmitarbeiter und Polizei.
  2. Gewerberecht
    Hier werden die jeweiligen Vorschriften der Gewerbeordnung sowie die Bewachungsverordnung behandelt.
  3. Datenschutz
    In diesem Gebiet wird das Grundwissen zum Bundesdatenschutzgesetz sowie der Umgang mit personenbezogenen Daten vermittelt.
  4. Bürgerliches Recht
    In diesem Sachgebiet lernt der Teilnehmer den Unterschied und die Befugnisse aus Eigentum und Besitz sowie die Befugnisse aus dem Hausrecht und den Jedermannsrechten.
  5. Straf- und Verfahrensrecht
    Inhalt hier ist beispielsweise, welche Voraussetzungen eine Notwehr oder eine vorläufige Festnahme haben – oder die Erläuterung von Straftaten wie z.B. Diebstahl oder Körperverletzung.
  6. Umgang mit Menschen
    Dieses Gebiet vermittelt den Umgang mit anderen Menschen, insbesondere Deeskalation bei Konflikten.
  7. Umgang mit Verteidigungswaffen
    Basis dieses Sachgebiets ist das Waffengesetz – hier lernt der Teilnehmer die wesentlichen Inhalte und Begriffe wie z.B. Waffenschein, Waffenbesitzkarte, Gefährlichkeit von Schusswaffen, Zuverlässigkeit und dergleichen.
  8. Unfallverhütungsvorschriften
    In diesem Themenbereich werden die Teilnehmer in den Bereich der Arbeitssicherheit eingeführt.
  9. Grundlagen der Sicherheitstechnik
    Hier wird das Grundwissen zum Thema Sicherheitstechnik vermittelt z.B. mechanische und elektronische Sicherheitseinrichtungen und Brandschutz.

Sachgebiete für die schriftliche und mündliche Prüfung

Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Schwerpunkt in der mündlichen Prüfung)

  • Rechtssystem in der Bundesrepublik Deutschland
  • Grundrechte/ Rechtsgüter: Artikel 1, 2, 10, 12, 13, 14, 104 Grundgesetz
  • Inhalt und Bedeutung der Grundrechte
  • Landesrecht zu kommunalen Sicherheit- und Ordnungsbehörden
  • Landesrecht zu Aufgaben der Polizei und Organisation der Polizei
  • Aufgaben und Befugnisse von Bewachungsunternehmen, Jedermannsrechten, übertragene Befugnisse/ Rechte, vgl. auch § 34a Abs. 5 GewO, Gewaltmonopol
  • Aufgaben von Polizei und Ordnungsbehörden (Gewaltmonopol); Abgrenzung zur Tätigkeit des privaten Bewachungsgewerbes
  • Public-Private-Partnership, Kooperationen: Welche Folgen haben diese Kooperationen auf Befugnisse, Aufgaben des privaten Wach- und Sicherheitsgewerbes?
  • Abgrenzung zum Strafrecht

Gewerberecht (Schwerpunkt in der mündlichen Prüfung)

Die Rechte und Pflichten des Bewachungsunternehmers nach §§ 14, 29, 34 a, 144 ff. Gewerbeordnung:

  • Voraussetzungen der gewerblichen Tätigkeit
  • Voraussetzungen, die das Personal mitbringen muss
  • Differenzierung zwischen Sachkundeprüfung und Unterrichtung, Information über verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Einsatz von Praktikanten und Auszubildenden
  • Zuverlässigkeitskriterien
  • Auskunft aus dem Bundeszentralregister
  • Untersagung der Beschäftigung durch Behörden
  • Kontrollen, Befugnisse der Gewerbeämter, Querinformation der Gewerbebehörden durch Gerichte/ Staatsanwaltschaften
  • Ordnungswidrigkeiten, Folgen aus den Verstößen, z. B. Gewerbeuntersagung etc. Bewachungsverordnung
  • Haftpflichtversicherung
  • Haftungsbeschränkung
  • Meldepflichten (betreffend des Personals)
  • Verschwiegenheitspflicht
  • Dienstkleidung;
  • Dienstanweisung erstellen und an das Personal verteilen, Empfangsbescheinigung, Ausweisausstellung für das Personal und Verzeichnis dieser, Vorzeigepflichten, Schilder

Bewachungsspezifische Aspekte des Datenschutzes (Schwerpunkt in der mündlichen Prüfung)

Umgang mit personenbezogenen Daten, Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Landesdatenschutzgesetz:

  • Anwendungsbereich BDSG, erweiterter Anwendungsbereich nach § 8 BewachV
  • personenbezogene Daten, informationelle Selbstbestimmung
  • Automatisierte Verarbeitung, nicht automatisierte Datei, sonstige weitere Begriffe (§ 3 BDSG)
  • Zulässigkeit nach §§ 4, 28, 29 BDSG (Erhebung, Verarbeitung, Nutzung)
  • Datenvermeidung und –Sparsamkeit
  • Rechte des Betroffenen § 6 BDSG
  • Meldepflicht, Vorabkontrolle, Dokumentation §§ 33, 34 BDSG
  • Datenschutzbeauftragter, Aufsichtsbehörde
  • technische / organisatorische Maßnahmen § 9 BDSG
  • Datengeheimnis § 7 BDSG
  • Schadensersatz, Bußgeld/ Strafvorschriften (§§ 43, 44 BDSG, StGB)

Bürgerliches Gesetzbuch

  • Unterschied von Eigentum und Besitz (§§ 903, 854, 855, 869 BGB)
  • Begriff der unerlaubten Handlung, geschützte Rechtsgüter, Schadenersatz und Tierhalterhaftung (§§ 823 ff, 833)
  • Voraussetzung und Grenzen von Notwehr (§ 227), Notstand (§ 228, 904), Selbsthilfe (§§ 229, 859) Schikaneverbot (§ 226), verbotene Eigenmacht (858); – Abgrenzungsfragen zum StGB (§§ 32ff. StGB)

Straf- und Verfahrensrecht

  • Befugnisse von Staatsanwaltschaften und Gerichten: erneute Abgrenzung zu den Befugnissen des privaten Sicherheitsgewerbes
  • Voraussetzungen, Grenzen und Rechtsfolgen der Notwehr/Nothilfe, Notwehrüberschreitung, des Notstands und der vorläufigen Festnahme (§§ 32, 33, 34, 35 StGB, § 127 StPO), einschließlich Abgrenzungsfragen zu den einschlägigen Vorschriften des BGB
  • Sonstige strafrechtliche Bezüge bewachungsrechtlicher Tätigkeiten (§ 13 StGB Garantenstellung durch Vertrag, Abgrenzung zu § 323c StGB Unterlassene Hilfeleistung)
  • Grundrechtseingriff und Strafbarkeit (Tatbestand, Rechtswidrigkeit, Schuld)
  • Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
  • §§ 123, 132,132a, 138, 185 ff, 223 ff., 239, 240 ff, 242 ff, 246, 263, 265a, 267, 303 StGB u. a. auch Hausrechtsbereiche und ihre Bedeutung, Festhalte- und Verfolgungsrechte
  • Bewachungspersonal als Zeuge vor Gericht (§§ 51, 52, 55, 57, 59, 68, 69, 253 StPO)
  • Betäubungsmittel: Besitz und Abnahme von Dritten; Konsequenzen; Vereinbarungen mit der Polizei etc.

Umgang mit Verteidigungswaffen

  • Voraussetzungen zum Besitz und Führen von Schusswaffen (Waffengesetz, Beschussgesetz, Waffenverordnungen)
  • Waffen- und Munitionsbegriffe (Einordnung von Messer, Schlagstock, Sprays)
  • Begriffe: erwerben, führen, überlassen mit den jeweiligen Konsequenzen
  • Waffenschein, Kleiner Waffenschein
  • Behandlung der Waffen- und Anzeigepflicht nach Waffengebrauch gem. § 34 a Abs. 6 GewO, § 13 BewachV, WaffenG
  • Waffenbesitz, Waffenbesitzkarte
  • Einfuhr von Waffen, Munition
  • Überlassen von Waffen an das Personal (Voraussetzungen etc., Zustimmung der Behörde)
  • Voraussetzungen und Grenzen für den Einsatz anderer Verteidigungswaffen sowie deren Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten
  • Aufbewahrung der Waffen
  • Rückgabe- und Dokumentationspflichten
  • Anzeigepflichten bei Waffengebrauch
  • Besonderheiten bei öffentlichen Veranstaltungen
  • Folgen bei Verstößen
  • Verbotene Waffen, Behandlung von verbotenen Gegenständen, Hinweis auf analoge Verfahrensweise bei Behandlung von BTM durch das Bewachungspersonal

Unfallverhütungsvorschriften

  • BGV C 7 (Wach- und Sicherungsdienste) Kenntnis der Anwendung der Unfallverhütungsvorschriften für die Wahrnehmung von Wach- und Sicherungsaufgaben, mit Blick auf die BGV A 1 (allgemeine Vorschriften) und auf die BGV A 5 (Erste Hilfe)
  • Dienstanweisung
  • Einzelheiten aus der Dienstanweisung behandeln
  • Besonderheiten Geldtransport
  • Besonderheiten Hundeeinsatz
  • Besonderheiten Waffeneinsatz

Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen (Schwerpunkt in der mündlichen Prüfung)

  • Wahrnehmung, Selbstwertgefühl als Voraussetzung angemessenen Handelns
  • Bedeutung von Selbstsicherheit und –vertrauen
  • Motivation – Verhalten – Rückschlussmöglichkeiten
  • Übersteigerte Selbstwert-/ Minderwertigkeitsgefühle, Ursachen für überhebliches, unsicheres und unsachliches Handeln
  • Grundsätzliche Fehler im Umgang mit Menschen und deren Auswirkungen
  • Konflikt als Auseinandersetzung zweier gegensätzlicher und unvereinbarer Meinungen/ Einstellungen
  • Stress als Auslöser von Konflikten und falschem Verhalten
  • Kommunikation: Richtiges Ansprechen und richtige Gesprächsführung (allgemein und in schwierigen Situationen), Sender- und Empfängerfertigkeiten
  • Nonverbale Kommunikation (Selbst-/ Fremdwahrnehmung, Köperbewusstsein, Territorial- und Distanzverhalten, individuelle Gang- und Haltungsbeschreibungen)
  • Führen von Personal: Mitarbeitergespräch als Führungsinstrument, um das Verhalten des Bewachungspersonals gemäß den in der Unterrichtung vermittelten Grundsätzen im Umgang mit Menschen zu erreichen

Zu behandelnde Situationen:

  • Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen;
  • Umgang mit Einzelpersonen, Gruppe, Menge;
  • Kontaktaufnahme, Ansprechen;
  • Paniksituation;
  • Stresssituationen;
  • Katastrophensituation;
  • Art sozialer Gefährdungslagen;
  • Fallbearbeitung Deeskalationstechniken;
  • Fallbearbeitung (Rollenspiel), wobei anzuwenden sind:
  • verbale/ nonverbale Deeskalationstechniken
  •  Körpersprache
  • Eigensicherung

Grundzüge der Sicherheitstechnik

  • Mechanische Sicherungseinrichtungen, z. B. Einfriedungen, Gebäudeaußenhaut, Schließanlagen, Sicherheitsverglasung, Sicherheitsfahrzeuge
  • Gefahrenmeldeanlagen/ Kommunikationsmittel/ Alarmverfolgung, Einbruchs-, Brand- und Störmeldungen
  • Drahtgebundene und drahtlose Kommunikationsmittel
  • Weg des Signals von der Alarmauslösung bis zur Feststellung der Ursache vor Ort
  • Vorbeugender Brandschutz
  • Grundlagen und Ziele des vorbeugenden Brandschutzes
  • baulicher und betrieblicher Brandschutz
  • Brandklassen
  • Grundsätze bei der Brandbekämpfung; Feuerlöscherhandhabung
  • EDV-Sicherheitstechnik

Vorgeschlagene Bildungsangebote:

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